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Der Fischer

8. September 2007

Schwindend Schönheit, sing mir heute

Von der Wellen wagend Wogen

Welche sich errangen Beute

Und in dunkle Tiefen zogen.


Sieh nur des Fischers Schifferkahn

Zwischen blauem Berg und Tälern

Gefangen in Gezeitenwahn

Und kein Flehen lässt ihn schmälern.


Schwappt zum Bug, dann Schnappt das Segel

Bricht den Mast gleich knorrig Zweigen

Unter Deck hebt sich der Pegel

Und Poseidon lobt den Reigen.


Trident links, die Gischt schäumt leckend

Übers Holz, das Schiff muss sinken

Trident rechts, die Tiefe schmeckend

Unser Fischer wird ertrinken.


Schon fassen die kalten Massen

Dieses Opfer für die Meere

Noch will er den Gott nicht hassen

Und er setzt sich doch zu Wehre.


Schluckt das Salz und ringt zum Ende

Schon sind aller Lungen Tage

Ahnt nicht mehr des Lebens Wende

Und wer rettete bleibt Frage.


Klebt voll Sand an sanfter Küste

Der Kahn ist weg, doch er ist da

Traumahnung an Meerfraubrüste

Und er liebt, die er nie sah

From → Gedichte

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