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Der (Vielleicht) Sinn des Lebens…

30. Juli 2007

Der Sinn des Lebens ist Leben. Der Sinn im Sein als Form einer selbsterklärenden Schleife. Wie in allen großen Dingen, größten Dingen (wie etwa auch die Liebe),ist die beste Erklärung durch sich selbst gegeben. Eine Melodie wird erst vollkommen und wunderschön wenn man ihre Höhen und Tiefen spielt, wie im Leben welches das perfekteste und vollkommenste ist. Der Sinn liegt im Lachen und im Weinen, im Lieben und im Hassen. Der Sinn liegt in den fallenden Ahornblättern am fahlen Herbstabend. Der Sinn liegt im Wogen der Weide im Frühlingswind. Der Sinn liegt in den Augen der einen, einzigen Frau. Ein Sinn für das Leben müsste an sich größer sein als das Leben selbst.

Wir leben in der „besten aller möglichen Welten“ (so denkt nicht nur Leibniz) und wie könnte man für die höchsten aller Werte einen Sinn finden, wenn nicht durch diese Werte selbst. Wie könnte man eine Erklärung herunterstammeln, mit bloßen Wörtern, für die reine Freude, für die reine Schönheit. 

Das Leben an sich mag wohl seine Schwierigkeiten haben, mag wohl seine Hürden und Schmerzen weit jenseits allem vorstellbaren beherbergen. Aber es schwingt doch irgendwie immer der Hauch einer Ahnung mit. Eine Ahnung, dass egal was passiert, ein Sinn hinter dem absoluten schwebt:

Auch der Tod gehört zum Sinn des Lebens und macht das erlebte nur schöner, kompletter. Wie oft wünschten wir uns, dass sich ein Augenblick in die Ewigkeit ziehen, strecken würde. Doch wenn man die schönsten Momente in die Unendlichkeit hinausziehen würde, würden sie schal werden und schwach. Der Tod setzt einen Endpunkt, einen Endpunkt der das Kunstwerk Leben auf Ewig abschließt, verschließt, bevor es sich verläuft, verzieht und an Substanz verliert.

Aber letztendlich kann man den Sinn nicht beschreiben, man muss ihn erleben, Dieser Aufruf der ganzen Welt: Sucht den Sinn nicht, lebt ihn!

From → Essays

2 Kommentare
  1. Jan* permalink

    Tolle Weisheit.

    Doch wie erklärt man jemanden den Sinn des Lebens, wenn dieser ihn (scheinbar) schon verloren oder aus den Augen verloren hat?
    Und gehört der Tod wirklich zum Sinn des Lebens, immer und in jedem Fall? Und wenn ja, ist dann der Sinn dass einige Menschen lange leben dürfen, andere nicht so lang?

    Zu viele Fragen. Sorry.

    • Hallo Jan,

      Der Sinn ist das Leben selbst. Ist es nicht möglich das Leben vollständig zu durchblicken, auch mit noch so vielen Weisheiten nicht. Deswegen kann man den Sinn nie komplett erkennen oder verstehen. Genauso wenig wie man ihn dadurch verlieren kann. Er ist einfach immer da, weil das Leben immer da ist. (Es gibt natürlich unterschiedliche Vorstellungen dabei). Ob de Tod dazu gehört, ist eine gute Frage. Ich weiß es nicht. Allerdings ist es einfach so. Es ist keine gute Lösung, und oftmals gehen viele Gute zu schnell,obwohl andere, weniger freundliche Menschen noch bleiben. Der Tod setzt einen Endpunkt. Er komplettiert, auch wenn es oft zu früh ist. Da steckt auch die Frage nach der Gerichtigkeit dahinter. Das kann ich auf die Schnelle allerdings nicht beantworten. Es ist schlichtweg auch ein in sich geschlossener Kreislauf, an dem seinen Versagen (Beispiel der Gerechtigkeit von „genocidaires“)wir auch Schuld haben. Naja, irgendwann mehr dazu vielleicht.

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