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Kambodscha 08.07.07 – 10.07.07

10. Juli 2007

10.07.07 Hey Hey zusammen,

die letzten Tage in Siem Reap war noch sehr interessant. Ein paar Km weiter suedlich gibt es einen relativ großen See, an dessen Ränder sich Doerfer niedergelassen haben und darum wetteifern, wer am weitesten sein Haus auf den See hinaus bauen kann. Sie stehen dann auf langen Bambusstelzen, die schon stark mit Algen u.a. bewachsen sind. Auch hier ist natuerlich die Armut enorm. Es sind Holzhaueser, aber manche Waende bestehen nur aus ein paar zusammengebundenen Bambusstecken. Die Daecher sind mit Stroh oder Bananenblaettern bedeckt. Das Boot ist zumindest teilweise Wasserdicht, aber es gibt eine Pumpe die sorgfaeltig das Wasser wieder ion den See zurueckpumpt. Der Motor stink graesslich, ist vermutlich selbst zusammengebaut. Nichtsdestotrotz haelt alles und ueberhaupt faehrt das Boot sehr gut. Die Doefer sind natuerlich touristisch ausgelegt. Es gibt Souvenirhaueser auf dem See. Meistens sind die Souvenirstaende von kleinen Maedchen, vielleicht 10 bis 13 Jahre gefuehrt. Die Kleidung ist unsauber und manchmal auch ein bisschen zerissen. Natuerlich sollen sie fuer Mitleid sorgen, denn im Hintergrund wacht immer ein Erwachsener. Aber schwer faellt es da einem schon. Spaeter dazu mehr.Nach den Seedoefern ging es mit dem Tuk Tuk weiter zum Kriegsmuseum, wo in einem relativ kleinem Areal alte Panzer und Haubitzen vor sich hinrosten. Das Kriegsmuseum wird von Minenopfern geleitet. Wie schon erzaehlt haben die Kambodschaner nach wie vor etwa 10 Millionen Minen. 2000 Minenfelder sind identifiziert. Die UN ist u.a. damit beschaeftigt Felder zu raeumen. Doch sowohl in Siem Reap wie auch vor allem in Phnom Penh sieht man immer wieder Verstuemmelte. In diesem Kriegsmuseum sind auch kleinere Areale abgesperrt wo immer noch Minen liegen. Teilweise sieht man sie auch. Ein rotes Schild mit Totenkopf und „Danger Mines“ kennzeichnet die Plaetze. An gut ausgetretenen Pfaden kann man daran vorbeilaufen. Nach dem Kriegsmuseum ging’s zu den Killing Fields wie sie vn den Kambodschanern genannt werden. Es sind Massengraeber, wo kleine buddhistische Tempel stehen und die Knochen in glaessernen Behaeltern ausgestellt sind um an die Ermordeten zu erinnern.Am naechsten Tag ging es mit dem Bus nach Phnom Penh. 6 Stunden waren angekuendigt, 10 haben wiur gebracht. Die staendigen Pinkelpausen und Stopps an Touristenlaeden verzoegern hier alles. Der Bus war alt. Kein Touristenbus eigentlich. Trotzem hat man staendig halt gemacht. Abgesehen von 3, 4 weiteren Backpackern war der Bus voll mit Kambodschanern. Der Kambodschaner neben mir hat irgendwann eine Tuete mit gerillten Heuschrecken herausgeholt. Wie sie schmecken? Frittiert und nach Oel. Das ist eigentlich alles. Trotzdem wuerd ich glaub nicht nochmal probieren, denn die meisten liegen in den prallen Hitze. Die Strasse ist diesmal weitestgehend betoniert, aber trotzdem nicht eben. Die Strassen entlang liegt ein Reisfeld nach dem anderen. Dazwischen aermliche Holzhuetten, selten mal ein Steinhaus. Kuehe und Bueffel laufen ueber die Strasse, dann wird 1 Minute lang gehupt. Ueberhaupt wird staendig gehupt. Am spaeten Nachmittag dann Ankunft in Phnom Penh., Ich war noch nicht mal aus dem Bus draussen, da haben mir schon 3 Tuk Tuk Fahrer ihre Guesthouses gegen die Scheibe geklatscht. Draussen bin ich nicht mal richtig an mein Gepaeck gekommen. 20Tuk Tuk Fahrer haben allge fragt ob ich n Tuk Tuk brauch. Das hat n bisschen genervt. Aber wenn man ihnen sagt man braucht jetyt erstmal 2 Minuten alleine, lassen die meisten ab. Aber ein par Zaehe gibts immer, mit einem bin ich dann auch mitgefahren. Phnom Penh erinnert ein bisschen an Bangkok. Aber es ist weit nicht so modern oder technisiert. Weder gibt es Strassenbahnen noch sowas wie Ampeln. Der Verkehr ist sowieso recht interessant. Im Grunde fährt jeder so wie er will. in Siem Reap hab ich ne Fahrschule gesehen, da musst ich lachen. Was bei Phnom Penh auffaellig ist, es hat recht wenig kulturelles zu bieten, dafuer riessige Maerkte. Es gibt allein im Zentrum 3 grosse Maerkte. Dort bekommt man eigentlich fast alles. Exotisches Obst, Fleisch, kopierte Waren wie Taschen und Kleidung und Schuhe, Uhren, Schmuck, Seide und Stoffe, Haushaltswaren usw. 95%ist Kitsch. Aber die Seide und Stoffe hier sind sehr schoen. Manchmal gibt es auch ganz netten Schmuck, aber das meiste ist kitschig gemacht. Die Leute hier sind sehr sehr freundlich. Genauso wie die Thais stehen Kambodschaner immer gern dazu bereit Leuten zu helfen. Natuerlich versucht man auf den Maerkten die Touristen zu bescheissen, und die Tuk Tuk Fahrer sowieso. Aber die meisten Leute hier sind wirklich nicht sowas wie reich. Es gibt eigentlich nur eine Sache die wirklich nervt. Und das sind alte Rote Khmer Freunde, die versuchen die Touristen auf ihre Shooting Ranches zu locken. Es gibt noch unendlich viele Moerser, Maschinengewehre, Granaten usw, in Kambodscha. Alles mind 15 Jahre alt, aber sie funktionieren noch. Seit Kambodscha fuer Touristen interessant geworden ist, haben sich sogenannte Shooting Ranches etabliert. Fuer ein paar Dollar kann man hier mit dem Maschinengewehr rumfeuern bis hin zum Granatwerfern.Das erste was ich gehoert hab als ich mein etwas schmutziges Gusthaus beziehen wollte war, ob ich nicht zur Shooting Ranch wolle, mal erleben wie das so ist Leute zu toeten und ueberhaupt waren ide Roten Khmer doch toll, weil sie eben so viele getoetet haben. Das ist hier ein Phaenomen das leider schrecklich verbreitet ist. Vor allem unter Tuk Tuk Fahrern. Mehr kann ich zu Phnom Penh bzw. Kambodscha gar nicht sagen. Landschaftlich ist es sicherlich gigantisch, auch kulturell wie Ankor Wat etc. ist es super. Die meisten Menschen sind sehr sehr freundlich. Das Essen ist gut. Wobei ich Phnom Penh jetztr nicht so toll finde wie Siem Reap. Es war zwar laendlicher, aber die Athmosphaere war besser. Leider muss man aber auch sagen, dass meiner Meinung nach Kambodscha noch kein Tigerstaat ist, wie wir das in Erdkunde gelernt haben. Hoechstens Siem Reap und Phnom Penh kommen vielleicht an diesen Status ran.

Auf jeden Fall läuft es nach wie vor sehr gut. Donnerstag oder Freitag ist geplant nach Saigon weiterzufahren, also nach Vietnam, denn mehr als 2, 3 Tage lohnt sich Phon Penh glaub leider nicht so.Ok, ich hoffe ihr seid alle wohl auf, ich hab gehoert das Wetter ist schlecht in Deutschland😦. Trotzdem eben hoffe ich das es allen soweit gut geht. Weiterhin noch viel Spass🙂 Gruesse Gruesse Korbi

One Comment
  1. Hi Korbinian, sind nette Reiseberichte die du da für uns schreibst – ich hoffe es lesen noch ein paar mehr mit außer mir🙂 So ein Asientrip ist sicherlich verdammt interessant… Grüße aus Deutschland!

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