A Il Principe

 

Eine junge Demokratie wird sie genannt.

Viele Hürden galt es zu überwinden.

Millionen Menschen die mussten sich schinden,

Immer noch und weiter, sie bleiben unerkannt.

 

Über allem die Mauer, die schützende Hand,

Als verzierte Schönheit, die Taten scheinen

Grell und blendend, auf Hermes Götterbeinen,

Hinüber ins demokratische Abendland.

 

Auch der Rest der Welt wird wohlig warm gehalten

Mit Treibgut im Gepäck die Schlünde zu füllen,

Die Nimmersatten, wo Gestillte verwalten.

 

Il Principes Ideen und Gedankengut

Um in der Postmoderne zu verhüllen,

Des Eisenbetons jahrzehntelange Wut.

11. November 2009 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | Noch keine Kommentare

A la Fugitive

 

Aus ihren Köpfen und Herzen langsam weicht

Der uralte Schatz der menschlichen Mächte

Der letzte silberne Schimmer hinkend schleicht

Sich hinunter in tiefe Seelenschächte

 

Dort funkeln und leuchten, zart-dünne Blitze

Wahre menschliche Schönheit, Gebrechliche

Im Schatten der stählernen Lanzenspitze

Zu bleichem Nebel verkommen, Schwächliche

 

Nektarsüße Freudenblicke, sie weiden

Sich, Vergänglichste, an deinem bittren Tod

Der Mord, Treueste, lässt dich langsam leiden

 

Die Menschen schreiten über dich, o Bleiche

Achtlos hin, trotz kleiner Kostbarkeiten Not

Zurück, Flüchtige, bleibt nur deine Leiche

9. November 2009 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | Noch keine Kommentare

Le Monde

 

Qu’est-ce que le Monde, le Monde en tout Richesse

Qu’est-ce que le Monde, le Monde en tout l’Aisance

 

Seulement une Idée d’Esprits embrouillés

Seulement une Apparence vaniteuse et à l’Intérieur creuse

Un récipient des Rêves vides de toutes les Couleurs

L’Abattoir de la Rapacité, plein avec des Espaces sanglant

Une belle Maison au milieu des Ruines,

Dont Esclaves se servir seulement leurs-même

 

Dans notre Railleries infinie, c’est Ca que nous méritons,

C’est le salaire de tous nos Actes

 

Aller Esprit ! Toi, qui crains le Commerce, la Chimère des instincts

Regarde ! Au-dessus de la mer, de l’autre Côté, chez Espoir, de l’autre Côté, chez Amour

Plus vaste comme tous l’Eaux de tous les Mondes

Où rien de Douleur Terrestre ne doit être valable

Car pareille vérité Tu ne trouves pas ni dans la Guerre ni dans l’Argent

Ici, l’Artiste domine au-dessus de l’Héros

28. Oktober 2009 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | Noch keine Kommentare

Es wurde gesprochen dereinst

Die Bücher müssen glühen

Und wenn du darüber weinst

Dann soll dir die Staatsmacht blühen

Denn die Staatsmacht die kennt genau

Den Hesse, den Brecht und Kafka

Wartet nur, ihr glaubt ihr seid schlau

Doch die Staatsmacht, ja die ist nah

So sollt ihr denn fröhlich brennen

Die Bücher, so werft sie hinauf

Die Autoren zu nennen

Verräter! nehmt den Tod in kauf

Schlagend und zischende Flammen

Ein Berg, gleich dem Himalaya

Wärmt euch die Herzen, die klammen

Ruhm, Ehre und Freiheit sind nah

Befreit die Herzen die klammen

Und füllt sie mit eisernem Mut

Alles verderbende Flammen

Die Glut, glaubt mir, die tut euch gut

So sprach dereinst ein kleiner Mann

Mit zackigen, stechenden Schritt

Und neben dem Kreuze den Kamm

Zu formen den pomadigen Schnitt

Auch der Schnurrbart saß immer korrekt

Kein Haar stand krumm, gar ungenau

Kein Haar das hätte geneckt

Ein gut patriotischer Bau

Es lauschten also die Massen

Der patriotischen Sau

Den Jud, den müssen wir schassen

Die Pomade, glaubt mir, macht schlau

Es lauschten also die Massen

Dem hässlich spuckenden Mund

Und fandens für gut zu hassen

Sie folgten der schwallenden Kund

Es glühten also die Berge

Und Hesse und Brecht und Kafka

fielen zum Opfer dem Zwerge

irgendwo im Himalaya

4. März 2009 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | 3 Kommentare

Die Scheinwelt

Was ist die Welt in all ihrem Reichtum

Was ist die Welt in all ihrem Wohl

Nur die Idee von wirren Geistern

Nur eitler Schein und innen hohl

Ein buntes Gefäß der leeren Träume

Das Schlachthaus der Habgier voll blutiger Räume

Ein schönes Haus inmitten Ruinen

Deren Sklaven nur sich selbst alleine dienen

Das ist’s was wir verdienen in unserem endlosen Hohn,

Das ist unser aller Taten Lohn

Komm du Geist der scheut den Kommerz den Wahn der Triebe

Schau übers Meer hinüber zur Hoffnung, hinüber zur Liebe

Weiter als all die Wasser aller Welten

Wo soll kein irdischer Schmerz mehr gelten

Denn solch’ Wahrheit findest du weder im Kriege noch im Geld.

Hier dominiert der Künstler über den Held

13. Oktober 2008 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | Noch keine Kommentare

 

Stell dir vor, morgen ist Krieg

Das gesamte Land ruft Sieg!

Stell dir vor, es wehn die Fahnen

Nichts nutzt mehr das leise mahnen

 

Alle Menschen auf der Straße

Rasend in der Kriegsekstase

In tiefer Nacht, im Sternenlicht

Oh, wie ist man d’rauf erpicht

 

Die ries’gen Öfen anzufeuern

Und den Stahl blitzblank zu scheuern

Alle wirbelt, tanzt und singt

Wie romantisch das auch klingt

 

Hammerschlag und Höllenhitze

Fertig ist die Kriegshaubitze

Dicker dunkler Schornsteinrauch

Alles alles Menschenbrauch!

 

Und so geht’s die ganze Nacht

Niemand der daraus erwacht

Jeder schuftet wie in Trance

Wünscht sich nebenher Bonne Chance

 

Rollt erst mal das Kampfgerät

Ist’s bereits auch schon zu spät

Unaufhaltbar dieser Drang

Alles alles Menschenzwang

 

Ungeduldig sind die Leute

Wittern ihre Kampfesbeute

Jubelschreie, Fanfaren klingen

Auf! Auf! Den Feind bezwingen!

 

Tage, Monate und Jahre später

Die blutrote Sonne hängt am Äther

- noch immer ist es nicht vorbei

Mit dem ganzen Kriegsgeschrei

 

Oh, man wird es ewig spielen,

Das Lied wo ungezählte Opfer fielen

Das Pferd der Zeit trägt uns voran

Und wir fangen von vorne an

8. September 2007 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | 3 Kommentare

 

Der Fischer

Schwindend Schönheit, sing mir heute

Von der Wellen wagend Wogen

Welche sich errangen Beute

Und in dunkle Tiefen zogen

 

Sieh nur des Fischers Schifferkahn

Zwischen blauem Berg und Tälern

Gefangen in Gezeitenwahn

Und kein Flehen lässt ihn schmälern

 

Schwappt zum Bug, dann Schnappt das Segel

Bricht den Mast gleich knorrig Zweigen

Unter Deck hebt sich der Pegel

Und Poseidon lobt den Reigen

 

Trident links, die Gischt schäumt leckend

Übers Holz, das Schiff muss sinken

Trident rechts, die Tiefe schmeckend

Unser Fischer wird ertrinken

 

Schon fassen die kalten Massen

Dieses Opfer für die Meere

Noch will er den Gott nicht hassen

Und er setzt sich doch zu Wehre

 

Schluckt das Salz und ringt zum Ende

Schon sind aller Lungen Tage

Ahnt nicht mehr des Lebens Wende

Und wer rettete bleibt Frage

 

Klebt voll Sand an sanfter Küste

Der Kahn ist weg, doch er ist da

Traumahnung an Meerfraubrüste

Und er liebt, die er nie sah

8. September 2007 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | Noch keine Kommentare

Ein Zyklop ist nicht ambivalent

Ein Zyklop sieht Nichts und Niemand

Bevor der Blendung, Niemand

Nach der Blendung, Nichts

Welche Welt, die uns so niemals gleich ist.

KMaerz 10.07 Uhr 14.06.07

14. Juni 2007 Verfasst von Korbinian März | Gedichte | | Noch keine Kommentare